Apokoronas beantragt 250.000 Euro für Löschwassertanks in den Weißen Bergen
Die Gemeinde Apokoronas hat bei einer Regionalkonferenz zur Vorbereitung der Brandschutzsaison 2026 auf Kreta einen Förderantrag über 250.000 Euro gestellt. Das Geld soll den Bau von fünf metallenen Regenwassertanks am Fuß des Lefka-Ori-Gebirges finanzieren. An der Konferenz nahm der griechische Minister für Klimakrise und Zivilschutz, Evangelos Tournas, teil.
Was geplant ist
Die fünf Tanks sollen Regenwasser sammeln und als strategische Wasserentnahmepunkte für Feuerwehrkräfte dienen — sowohl für Fahrzeuge am Boden als auch für Löschflugzeuge und -hubschrauber. Die Gemeinde argumentiert, dass solche festen Wasserquellen die Reaktionszeit bei Bränden in schwer zugänglichen Hochrisikogebieten deutlich verkürzen und die Wirksamkeit der Einsätze erhöhen würden.
Die Tanks werden auch als Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel beschrieben: Durch die Nutzung von Regenwasser soll die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen gestärkt werden.
Weitere Forderungen der Gemeinde
Neben dem Förderantrag hat die Gemeinde gefordert, dass das rechtliche Rahmenwerk für freiwillige Zivilschutzgruppen überarbeitet wird. Konkret soll es Kommunen ermöglicht werden, diese Gruppen direkt zu unterstützen — etwa durch Zuschüsse für Treibstoff, Ausrüstung und laufende Betriebskosten. Außerdem wird eine Erhöhung der staatlichen Zuschüsse an die Gemeinden für den Brandschutz generell gefordert, damit Prävention nicht nur auf dem Papier stehe, sondern mit ausreichenden Mitteln umgesetzt werden könne.
Hintergrund
Das Lefka-Ori-Gebirge (Weiße Berge) ist eines der bedeutendsten Naturgebiete Kretas. Die Region Apokoronas liegt an seinen nördlichen Ausläufern. Angesichts steigender Temperaturen und zunehmender Waldbrandgefahr durch den Klimawandel stuft die Gemeinde die Verbesserung der Brandschutzinfrastruktur als dringlich ein. Ob und wann der Förderantrag bewilligt wird, ist bislang nicht bekannt.