Gemeinde Apokoronas verteidigt Stromausfälle in Kalyves
Nach öffentlicher Kritik des Vereins der Kalyves-Geschäftsleute hat die Technische Abteilung der Gemeinde Apokoronas am 10. August 2026 eine offizielle Erklärung veröffentlicht. Darin weist sie den Vorwurf zurück, die Bevölkerung und die lokalen Händler seien vor den geplanten Stromunterbrechungen nicht ausreichend informiert worden.
Was war passiert?
An zwei Tagen — einem Mittwoch und einem Freitag — kam es in Kalyves zu geplanten Stromsperren. Der Händlerverband des Dorfes reagierte mit einer öffentlichen Stellungnahme und beklagte, man habe von den Abschaltungen nichts gewusst. Für Gewerbetreibende bedeuten solche unangekündigten Ausfälle konkrete wirtschaftliche Schäden: Kassen fallen aus, Kühlgeräte stehen still, Kunden bleiben weg.
Die Antwort der Gemeinde
Die Gemeinde Apokoronas bestreitet, dass es keine Vorankündigung gab. Laut der offiziellen Mitteilung hat die Dorfgemeinschaft Kalyves, sobald sie selbst von der Technischen Abteilung informiert wurde, umgehend Bekanntmachungen für beide Abschalttage herausgegeben — sowohl für Einwohner als auch für Gewerbetreibende.
Der entscheidende Punkt in der Erklärung: Die Arbeiten wurden im Eilverfahren durchgeführt. Eine Inspektion vor Ort hatte ergeben, dass sofortiger Handlungsbedarf bestand, um schwerwiegende und möglicherweise dauerhafte Schäden an der Strominfrastruktur zu verhindern. Unter diesen Umständen, so die Gemeinde, sei schnelles Handeln nicht nur gerechtfertigt, sondern schlicht notwendig gewesen.
Aufruf zur sachlichen Zusammenarbeit
Die Gemeinde zeigt zwar Verständnis für die Sorgen der Händler, appelliert aber gleichzeitig an alle Beteiligten, sich vor öffentlichen Stellungnahmen vollständig und objektiv zu informieren. Nur durch ehrliche Zusammenarbeit im Interesse der gesamten Dorfgemeinschaft könnten solche Konflikte konstruktiv gelöst werden.
Für Anwohner und Gewerbetreibende in Kalyves bleibt die praktische Frage, wie künftige Notfalleingriffe an der Infrastruktur kommuniziert werden. Die Gemeinde hat bislang keinen formellen Mechanismus für kurzfristige Notankündigungen angekündigt.