Große Energiespeicheranlage in Apokoronas? Gemeinde erfährt es als Letzte
In Apokoronas könnten Batteriespeicheranlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 200 Megawatt gebaut werden — ohne dass die Gemeinde bislang offiziell darüber informiert wurde. Die Gemeindeverwaltung hat jetzt formal bei der griechischen Regulierungsbehörde für Abfall, Energie und Wasser (ΡΑΑΕΥ) sowie beim Verteilnetzbetreiber ΔΕΔΔΗΕ nachgefragt, was auf dem Gemeindegebiet geplant ist.
Was genau beantragt wurde
Die Anfrage der Gemeinde ist umfassend: Sie fordert vollständige Auskunft über alle beantragten, genehmigten oder in Vorbereitung befindlichen Energiespeicherprojekte auf dem Gemeindegebiet — unabhängig von deren Größe und unabhängig davon, in welchem Genehmigungsstadium sie sich befinden. Besonderes Augenmerk gilt dabei Berichten über eine mögliche Anlage mit 200 MW Gesamtleistung. Konkret verlangt die Gemeinde Unterlagen zu Anträgen, Genehmigungen, Netzanschlussanfragen, Umweltverträglichkeitsstudien, Verwaltungsentscheidungen und laufenden öffentlichen Konsultationsverfahren.
Ein Muster, das die Gemeinde besorgt
Die Anfrage steht nicht allein. Laut der Gemeindeverwaltung ist sie Teil eines größeren Musters: Apokoronas sei bereits bei Hochspannungsleitungen und bei der Planung von Windkraftanlagen in den Hügeln der Region nicht rechtzeitig einbezogen worden. Nun kämen Berichte über Batteriespeicher hinzu. Die Gemeinde sieht darin einen Trend, bei dem Entscheidungen über die Nutzung des Gemeindegebiets getroffen werden, ohne dass die örtliche Bevölkerung vorher informiert oder beteiligt wird.
Nach Einschätzung der Gemeindeverwaltung widerspricht dieses Vorgehen dem Grundsatz der Transparenz und dem Recht der Bürgerinnen und Bürger auf Beteiligung. Die Gemeinde kündigt an, alle eingehenden Informationen zu prüfen und im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten zu handeln, um Umwelt, Landschaft und das öffentliche Interesse zu schützen.
Was das für Bewohner bedeutet
Konkrete Baupläne sind noch nicht bestätigt — die Anfrage dient gerade dazu herauszufinden, was tatsächlich geplant ist. Sollten sich die Berichte über eine 200-MW-Anlage bewahrheiten, wäre das eine der größten Energieinfrastrukturanlagen, die je in der Region errichtet würden. Wann und in welcher Form die Behörden antworten, ist derzeit offen.
Die Gemeinde hat angekündigt, die Öffentlichkeit über die Ergebnisse zu informieren. Bewohner, die Fragen oder Informationen zu möglichen Vorhaben in ihrer Nachbarschaft haben, können sich an die Gemeindeverwaltung von Apokoronas wenden.
Hinweis: Dieser Bericht basiert auf einer Pressemitteilung der Gemeindeverwaltung Apokoronas. Eine Stellungnahme von ΡΑΑΕΥ oder ΔΕΔΔΗΕ liegt noch nicht vor.