Hochspannungsleitung Chania–Damastas: NTU-Studie fordert Neuüberprüfung
Eine Abschlussstudie des Nationalen Technischen Universität Athen (NTU) kommt zu dem Ergebnis, dass die Planung der geplanten Hochspannungsleitung zwischen Chania und Damastas wesentliche Alternativen nicht ausreichend geprüft hat. Das teilte die Gemeinde Apokoronas am 14. Mai 2026 mit.
Was die Studie besagt
Das NTU-Forschungsprogramm stellt fest, dass unterirdische und unterseeische Trassenführungen bislang nicht mit der erforderlichen Gründlichkeit untersucht wurden. Die Studie bewertet die möglichen Auswirkungen des geplanten Oberirdischen Leitungsbaus als erheblich — betroffen seien demnach die natürliche Umwelt, der Agrarsektor, Ortschaften, der Tourismus sowie der soziale Zusammenhalt in der Region.
Die Gemeinde Apokoronas hatte die ursprüngliche Planung von Beginn an abgelehnt und auf alternative Trassenführungen bestanden. Die NTU-Studie wird von der Gemeinde als wissenschaftliche Bestätigung dieser Position gewertet.
Öffentliche Präsentation am 21. Mai
Das NTU-Forschungsteam, das die Studie erstellt hat, wird die Ergebnisse bei einer öffentlichen Veranstaltung persönlich vorstellen. Alle Bürgerinnen und Bürger, Abgeordneten, Vertreter der Region, der kommunalen Selbstverwaltung sowie wissenschaftliche und Berufsverbände sind eingeladen teilzunehmen.
- Datum: 21.05.2026
- Uhrzeit: 19:30 Uhr
- Ort: Sitzungssaal des Gemeinderats Apokoronas, Vrysses
Hintergrund
Die geplante Hochspannungsleitung Chania–Damastas ist seit ihrer ersten Ankündigung umstritten. Die Gemeinde Apokoronas und Teile der lokalen Bevölkerung hatten wiederholt gefordert, Alternativen wie eine unterirdische oder unterseeische Trassenführung ernsthaft zu prüfen, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden. Nach Angaben der Gemeinde wurde dieser Forderung bislang nicht ausreichend entsprochen.
Die NTU-Studie — deren vollständige Ergebnisse bei der Veranstaltung am 21. Mai vorgestellt werden — bildet nun die Grundlage für eine erneute Forderung an den Staat, die bisherigen Planungsentscheidungen zu überdenken.
Hinweis: Dieser Bericht basiert auf einer Pressemitteilung der Gemeinde Apokoronas. Eine Stellungnahme der zuständigen staatlichen Behörden oder des Netzbetreibers ist in der Quelle nicht enthalten.