Apokoronas schützt sein Wasser: Schutzzonen für Quellen und Brunnen geplant
Das Wasser des Apokoronas ist keine Selbstverständlichkeit. Quellen, Grundwasser und Wasserentnahmestellen versorgen die Gemeinde seit Generationen — und jetzt unternimmt die zuständige Behörde konkrete Schritte, um sie dauerhaft zu sichern.
Was wurde beschlossen?
Am 14. September 2026 veröffentlichte die Wasserdirektion der Dezentralisierten Verwaltung Kreta eine Studie zur detaillierten Festlegung von Schutzzonen rund um die Wasserentnahmepunkte der Region. Für die Gemeinde Apokoronas wurden dabei 27 Standorte untersucht, darunter:
- Die Quellen von Armenoi und Stylos
- Der Kournas-See
- Verschiedene Tiefbrunnen im Gemeindegebiet
Die vorgeschlagenen Schutzzonen sind zunächst als vorläufige Maßnahme gedacht. Ihre endgültige Form wird nach Auswertung aller eingegangenen Stellungnahmen und Vorschläge festgelegt.
Was bedeutet das für Grundstückseigentümer und Anwohner?
Rund um jede Wasserentnahmestelle soll eine sogenannte Zone I — eine vollständige Verbotszone — eingerichtet werden. Diese Zone erstreckt sich auf:
- Mindestabstand: 4 bis 10 Meter rund um die Anlage, je nach örtlichen Gegebenheiten
- Maximaler Abstand: 10 bis 20 Meter, entsprechend den Vorgaben für ganz Kreta
Innerhalb dieser Zone ist jede Aktivität verboten — außer den notwendigen Arbeiten für den Betrieb und die Wartung der Wasseranlagen. Ausdrücklich berücksichtigt werden Fälle, in denen Wasserentnahmepunkte innerhalb von Ortschaften liegen oder bereits von Gebäuden und privaten Flächen umgeben sind. Dort gelten bestehende Nutzungsrechte und Dienstbarkeiten, die bei der Umsetzung berücksichtigt werden müssen.
Die Gemeinde Apokoronas betont, dass es keine Einheitslösung geben kann: Jeder Standort wird einzeln bewertet, und die konkreten Maßnahmen hängen von den jeweiligen Bedingungen vor Ort ab. Die Wasserversorger tragen dann die Verantwortung für die Umsetzung innerhalb einer angemessenen Frist.
Die Quellen von Armenoi — ein besonders geschützter Ort
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Quellen von Armenoi, die die Gemeinde als Ort von besonderem natürlichem, historischen und kulturellen Wert beschreibt. Sie sollen nicht nur geschützt, sondern auch aufgewertet werden — mit Respekt gegenüber ihrer Geschichte und mit Blick auf die Zukunft.
Was hat die Gemeinde bereits getan?
Die Gemeinde Apokoronas hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren bereits Vorarbeit geleistet: Genehmigungen für Wasserentnahmestellen wurden eingeholt, Fördermittel gesichert und Projekte zur nachhaltigen Wasserbewirtschaftung umgesetzt. Die aktuelle Schutzzonenstudie fügt sich in diesen laufenden Plan ein.
Jetzt mitmachen: Öffentliche Konsultation bis 23. Oktober 2026
Bürger, Organisationen und alle Betroffenen sind ausdrücklich eingeladen, sich an der öffentlichen Konsultation zu beteiligen. Die Gemeinde betont, dass der Dialog und die Beteiligung aller entscheidend dafür sind, das Wasser des Apokoronas für künftige Generationen zu sichern.
- Konsultationsfrist: bis 23. Oktober 2026
- Teilnahme: über das Portal der Dezentralisierten Verwaltung Kreta