Kokkinochori: Vertrag für neues Wassernetz unterzeichnet
Die Gemeinde Apokoronas hat einen wichtigen Meilenstein in der Wasserversorgung erreicht: Am 29. Juli 2026 wurde der Bauvertrag für das Projekt "Wasserversorgung Kokkinochori" offiziell unterzeichnet. Das Vorhaben hat ein Gesamtbudget von knapp über 907.000 Euro und wird vollständig aus EU-Mitteln finanziert.
Was gebaut wird
Das Projekt ist konkret und weitreichend. Geplant sind:
- Neue Wasserleitungen: mehr als 8,7 Kilometer Haupt- und Verteilungsleitungen
- Vernetzung von Speicherbecken: bestehende Tanks werden miteinander verbunden
- Netzerweiterung: in Bereichen mit starkem Wohnungsbau und touristischer Nutzung
- Verstärkung des bestehenden Netzes: für mehr Versorgungssicherheit im Alltag
Mit diesen Maßnahmen soll das Dorf Kokkinochori erstmals über eine vollständige, zukunftsfähige Wasserinfrastruktur verfügen — für Einwohner und Besucher gleichermaßen.
Finanzierung aus Europa
Das Projekt wird über das Regionale Operationelle Programm "Kreta 2021–2027" aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Laut Gemeindeverwaltung ist diese Förderung das Ergebnis jahrelanger Planung, Studienreife und gezielter Beantragung von EU-Geldern.
Teil eines größeren Plans
Die Gemeindeverwaltung betont, dass es sich nicht um ein Einzelprojekt handelt. Seit 2014 verfolge man einen umfassenden Plan zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur im gesamten Gemeindegebiet — mit neuen Leitungen, Tanks, Pumpstationen und modernen Anlagen. Das Projekt in Kokkinochori ist das neueste Glied in dieser Kette.
Ein zentrales Element dieser Strategie ist die neu gegründete kommunale Wasser- und Abwassergesellschaft DEYA Apokoronas, die künftig die Planung, Beantragung, Umsetzung und Verwaltung aller Wasserprojekte in der Gemeinde übernimmt.
Was das für die Bewohner bedeutet
Für die Menschen in Kokkinochori bedeutet das Projekt eine dauerhafte Lösung eines lang bekannten Problems: mangelnde und unzuverlässige Wasserversorgung. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen sowohl der tägliche Bedarf der Einwohner als auch die saisonalen Spitzenlasten durch den Tourismus zuverlässig gedeckt werden können.
Konkrete Bautermine oder eine geplante Fertigstellungsdauer wurden in der offiziellen Mitteilung noch nicht genannt.